Interview mit Billy Jeffrey ::

Von Simone Meier | 08.03.2005 |
Netzcode: 10687618 "US-Offizier" lässt unfreiwillig Hosen
runter "Chippendale" Billy Jeffrey begeistert mehr als 100 000 Frauen
weltweit - Nun verrät er, welcher Frauentyp ihn zum Kreischen bringt Weiden.
Männer verboten. Die "Chippendales" machen ihr Geschäft allein mit Frauen -
auch in Weiden. Der perfekte Körper ist ihr Kapital, den die Mucki-Männer
aus Las Vegas am 10. März, 20 Uhr, freizügig dem weiblichen Publikum in der
Max-Reger-Halle zeigen. Auch Billy Jeffrey, seit 2003 einer der zwölf Jungs,
offenbart seine Vorzüge.
In Idaho, USA, sind Sie daheim. Im Moment sind Sie gerade in Stuttgart zu
Gast und nun habe ich Sie am Telefon. Immerhin. Trotzdem stehe ich auf der
Leitung - kann ich Sie doch nicht sehen. Darum: Beschreiben Sie, Billy, was
ich gerade verpasse.
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Jeffrey :: Ich bin 1,83 Meter groß, wiege 88 Kilo, bin blond und
blauäugig. Mein Markenzeichen ist ein Tattoo. Das Kreuz auf meinem linken Arm
erkennen Fans sofort.
Sind das die entscheidenden Eigenschaften für einen "Chippendale"?
Jeffrey :: Oh nein. Einstellung und Persönlichkeit sind neben dem guten
Aussehen wichtig. Schönlinge und zugleich Arschlöcher gibt es genug. Die wollen
wir nicht. Schließlich sind wir sieben Monate gemeinsam unterwegs. Da muss im
Team alles stimmen.
Wie setzt sich Ihr Team zusammen?
Jeffrey ::Bei uns gibt es Sänger, Tänzer und acht mit einer Hauptrolle.
Ich bin einer der acht.
Ein Mulitalent sozusagen. Da stehen die Frauen sicher Schlange. Sind Sie bereits
vergeben?
Jeffrey :: Eine dauerhafte Beziehung habe ich nicht. Schließlich bin ich
sieben Monate pro Jahr in der ganzen Welt unterwegs. Da geht das nicht. Vielmehr
habe ich überall auf der Welt Freundinnen - genau wie meine Kollegen auch. Ab
und zu treffe ich die alten Bekannten wieder. Heute zum Beispiel, 18 Uhr, gehe
ich mit einer Freundin zum Dinner. Das wird nett.
Einer Freundin - aha. Wie aber hat Ihre Freundin auszusehen?
Jeffrey :: Kein Supermodell-Typ bitte. Ich wünsche mir eine Frau, die
viel lacht und auf sich selbst aufpassen kann, weil sie einen guten Job hat und
auch sonst fest im Leben steht.
Sie aber stehen vornehmlich auf der Bühne. Haben Sie eine Ahnung, wieviele
Frauen Sie so pro Jahr zum Kreischen bringen?
Jeffrey :: Puh, schwere Frage. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung.
Vermutlich mehr als 100 000 pro Jahr.
Sind die alle irgendwie ähnlich?
Jeffrey :: Niemals. Das Publikum in den Ländern ist unterschiedlich.
Meist hängt es davon ab, ob wir dort schon einmal aufgetreten sind. Beim ersten
Mal sind die Frauen eher schüchtern und ängstlich. Aber dann ...
Was dann?
Jeffrey :: In Zürich zum Beispiel waren wir schon häufiger. Ich kann dir
sagen, da sind die Frauen ganz schön wild.
Damit wären wir doch inmitten von Vorurteilen. Böse Zungen behaupten, die "Chippendales"
seien keine Künstler, Sänger und Tänzer. Sie seien schlichtweg Stripper und auch
nicht unbedingt die hellsten Köpfe. Was ist da dran?
Jeffrey :: Die, die das sagen, kennen uns nicht. Die Show ist weit mehr
als nur Ausziehen, sie ist Unterhaltung. Zu diesen Kritikern sage ich immer:
Kommt zu der Show, schaut zu. Danach seid ihr anderer Meinung. Ansonsten bekommt
ihr euer Geld zurück.
Also ist die Show gut. Doch wie ist Billy Jeffrey, wenn er nicht auf der Bühne
steht?
Jeffrey :: Da bin ich ein ganz normaler Mensch wie jeder andere auch. Ich
habe eine Schwester, einen College-Abschluss und seit 1998 ein eigenes
Vitamin-Geschäft in Idaho. Dort habe ich mächtig zu tun, wenn ich mit den "Chippendales"
pausiere. So ähnlich ist das mit jedem von uns. Wir sind ganz normale Jungs -
nicht sonderlich blöd, aber auch nicht so hell wie Einstein.
Was reizt Sie am Leben als "Chippendale"?
Jeffrey :: Du kommst viel rum, hängst dabei mit deinen besten Freunden
ab. Und dann sind da natürlich diese unheimlich vielen, einfach wunderbaren
Frauen.
In welcher Stadt sind denn diese "wunderbaren Frauen" am wunderbarsten?
Jeffrey :: An Städte erinnere ich mich nicht. Wir sind ja fast jeden Tag
woanders. Was hängen bleibt, ist der Ausdruck auf den Gesichtern der Fans.
Und wie ist der überwiegend?
Jeffrey :: Na, hellauf verzückt selbstverständlich.
Soso, ein verzückter Gesichtsausdruck. Sonst kannst du dich an nichts erinnern?
Vielleicht an eine besonders verrückte Geschichte?
Jeffrey :: Da fällt mir allerdings etwas ein: Einer Dame hatte ich
während der Show noch immer zu viel an. Kurzerhand zog sie mir deshalb die Hosen
runter. Oh mein Gott, war mir das peinlich.
Hoffentlich waren nicht die deutschen Frauen so aufdringlich.
Jeffrey :: Um ehrlich zu sein: Das ist mir in Deutschland passiert. Den
Frauen scheint es gefallen zu haben. Alle lachten. Also habe ich mitgemacht und
die Security aus dem Spiel gelassen. Die sind nämlich unsere Rettung, wenn es
mal besonders rüde zu geht.
Dürfen euch die Frauen generell nicht anfassen?
Jeffrey :: Hey, wir sind eine interaktive Fan-Show. Natürlich dürfen die
Damen auch mal zupacken. Drei Mal bewegen wir uns im Publikum oder picken uns
die Fans aus der Masse, um sie zu uns auf die Bühne zu ziehen und ....
Okay, okay - keine Details. Das sollen sich die Leute selbst ansehen. Nun mal
weg von den nackten Tatsachen und hin zu finanziellen Fakten. Kann man als "Chippendale"
reich werden?
Jeffrey :: Reich - das ist doch Definitionssache. Natürlich mache ich
gutes Geld mit der Show. Ich besitze zwei Häuser, eine Ferienwohnung, einen
Cadillac mit Fernseher und all dem üblichen Pipapo. Doch reich sein, heißt doch
auch gesund und glücklich sein. Bares allein ist eben nicht Wahres.
Erleichtert das Leben aber ungemein. Deshalb ein kurzer Blick in die
Zukunft: Wie lange wollen Sie noch als "Chippendale" Ihr Geld verdienen?
Jeffrey :: Ich werde so lange weiter machen, wie mich die Fans sehen
wollen. Meine Berühmtheit steigt ja gerade erst, immer mehr Fanmails gehen ein.
Das wichtigste bei der Sache ist, stets auf seinen Körper zu achten.
Wie alt sind Sie denn jetzt?
Jeffrey :: Das dürfen wir nicht verraten. Nur so viel: Wir sind alle
zwisdchen 22 und 29 Jahre alt.
Und worin sehen Sie während der Show Ihrer Meinung nach am Besten aus?
Jeffrey :: Mein Lieblingsoutfit ist die Offiziersuniform in weiß á la
Richard Gere.
Ein Offizier zum Anfassen, halb nackt und noch solo. Was will Weiden mehr?
Jeffrey :: Na, meine elf Kumpanen, die mit mir gemeinsam die Show machen.
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